Jette in Brasilien

Freiwilligendienst in Porto Alegre

Fröhlicher Herbst im Fröhlichen Hafen

... nur noch 4 Monate!!

Boa tarde ihr Lieben!

Nach einer Woche Osterurlaub in Rio de Janeiro melde ich mich wieder einmal!

Natürlich sollt ihr bzgl. meiner Reiseerfahrungen- und erlebnisse nicht unwissend bleiben. Ihr findet meinen Bericht auf meinem Zweitblog: http://urlaubimurwald.wordpress.com/

Was gibt es sonst neues zu berichten?!

Wie euch der Titel dieses Artikels schon sagt, ist der Herbst nun endgültig bei uns angekommen. Inzwischen musste ich auch schon wieder in festen Schuhen zur Arbeit fahren, die ersten Blasen ließen nicht lange auf sich warten. Nachts wird es schon wieder sehr kühl, tagsüber ist es jedoch nach wie vor wunderschön warm/heiß. Wie ich schon im letzten Artikel angedeutet hatte: Gerade erleben wir das wohl beste Wetter, dass man in Porto Alegre erleben kann. Es regnet nicht bzw. zumindest nicht so häufig. Man schwitzt nicht mehr, wenn man vor dem Ventilator sitzt. Man braucht aber auch noch keine 10 Decken, wenn man nachts ohne Frieren schlafen möchte.

Auch sonst läuft zur Zeit alles rund.

In meinem Projekt flossen bei dem Gedanken, dass ich im August wieder zurück nach Deutschland fliege, schon die ersten Tränen. Selbst meine Kinder merken, dass diese vier Monate schnell vergehen werden und stürmen jedes Mal in meinen Flötenunterricht, als wäre es ihre letzte Stunde. Ohne Spaß. Sie sind sogar bereit, Noten lesen zu lernen! Lernen! Zwar gibt es nachwievor anstrengende Stunden, aber oft läuft es auch richtig gut und wir kommen sehr gut voran. Meine Kinder lachen nicht mehr so viel über mein Portugiesisch, hören auf mich und es sind nicht mehr nur die Musterkinder, die sich anstrengen. :-)

Gestern Abend waren wir dann nach – in meinem Fall – langer Zeit mal wieder feiern. Zwar besuchte ich vor zwei Wochen eine Disko im hiesigen Partyviertel Cidade Baixa, doch stellte sich der DJ als schlechtester aller Zeiten heraus und ich befand mich bereits um 2 Uhr nachts schon wieder zu Hause im Bett.

Nun lief es besser. Mona und ich lösten Linas Gutscheine aus dem Adventskalender ein und so saßen wir lustig kichernd und quatschend mit einem sehr gut gelungenen Caipirinha bei Mona. Schließlich trafen wir uns mit anderen Freiwilligen vor einer Bar, die sich als gute Wahl herausstellte: Die Musik war diesmal vernünftig. In Porto Alegre ist es üblich, dass neben dem DJ auch immer eine Band spielt, natürlich spielt diese meist Samba. Zwar ist dieser Teil immer etwas deprimierend, wenn man sieht, wie toll alle tanzen können, doch fand ich es toll, als ich merkte, dass ich den ein oder anderen Text schon mitsingen konnte.

Was ich an solchen Feierabenden immer liebe, ist es, die Leute zu beobachten. Die Pärchen möchte man manchmal am liebsten vergiften, so eklig ist es, wenn man sie beim Rumknutschen sieht. Pärchen hängen hier generell ständig und immer aufeinander und knutschen und knuddeln. Ganz furchtbar. :-)

Interessant ist auch die Mode. Manchmal frage ich mich, ob alle Brüste echt sind, die mir da so entgegen kommen. Doch ich hoffe mal, dass die meisten einfach nur übertrieben gepusht wurden. Die Mädels takeln sich für das Feierngehen schon stark auf, da geht das Kleidchen von knapp über den Nippeln bis kurz unter den Po.

Aaaaber: Es ist ja nicht so, dass wir uns nicht langsam brasilianisieren würden. So langsam kommt ein neuer Trend unter uns Freiwilligen auf! Wir lackieren uns die Fingernägel! Unglaublich: Vor nicht allzulanger Zeit knabberte ich noch daran, jetzt sind sie rot lackiert. Rot!!

Das waren eigentlich auch schon die wichtigsten Neuigkeiten aus Porto Alegre. Bei kommenden Farbwechseln meiner Fingernägel halte ich euch natürlich auch in Zukunft auf dem Laufenden.

Ganz liebe Grüße!

1 Kommentar»

  Niklas hat @ geschrieben

Na, das klingt doch wieder ganz gut.

Ich habe noch ca. 3 Monate und fühle mich schon ein wenig schrecklich. Aber nungut :) Ist ja noch ein bisschen.

Beste neuseeländische Grüße!
Nick

PS: Meine Fingernägel lackiere ich aber noch nicht…


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